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Der Vizepräsident des Europäischen Parlaments Othmar Karas besuchte Salzburg. Dabei standen ein Schulbesuch, eine Diskussion auf der Universität Salzburg sowie einige Betriebsbesuche am Programm.

Schulbesuch Privatgymnasium Herz-Jesu

Othmar Karas stellte sich beim Schulbesuch den Fragen der Schüler. Spannende Themen waren die Europawahl, die Bewältigung der Krise sowie die Zukunft der EU. Besonders strich Othmar Karas das Privileg hervor, dass in Österreich bereits mit 16 Jahren gewählt werden darf.

„Österreich ist das einzige Land in Europa, in dem bereits 16-jährige wählen dürfen. Das ist ein wahres Privileg. Und ich bitte euch, ja ich fordere euch dazu auf: Geht wählen! Und sorgt so dafür, dass eure Stimme in Europa gehört wird.“ Othmar Karas

Uni Salzburg ELSA

Auf der Uni Salzburg diskutierte Othmar Karas mit den Teilnehmern der European Law Students‘ Association. Diese ist an nahezu 300 Universitäten in 42 Ländern vertreten und ist damit die größte Jus-Studentenorganisation der Welt.

Anschließend war Zeit für ein Interview bei ORFIII.

Salzburg Wohnbau

Anschließend folgte ein Betriebsbesuch bei der Salzburg Wohnbau GmbH. Dort diskutierte er zuerst mit den Mitarbeitern über „Was macht ein Vizepräsident des Europaparlaments“. Anschließend fand ein Expertengespräch zum Thema „Gibt es eine Bedrohung des österreichischen Wohnbauförderungssystem durch Brüssel“ statt.

„Was sozialer Wohnbau ist, und wie er organisiert wird, ist Sache der Mitgliedstaaten. Dazu gehören auch Zugangsbedingungen und Preiskonditionen. Es gibt keinen Grund, das zu ändern. Ich habe mich bei den Verhandlungen des Lissabon-Vertrages erfolgreich dafür eingesetzt, dass “Dienstleistungen von allgemeinem Interesse”, zu denen auch der soziale Wohnbau gehört, ausdrücklich in der Zuständigkeit der Mitgliedstaaten bleiben.“ Othmar Karas

Danach besuchte Othmar Karas noch die Wüstenrot Versicherung wo er unter anderem Generaldirektorin Dr. Susanne Riess zum Gespräch traf und beim Business-Boxing vorbeischaute.

Österreichs starke Stimme in Europa

Zuletzt diskutierte der EP-Vizepräsident zur Rolle Österreichs in der Europäischen Union. Für Othmar Karas ist klar, dass nur ein geeintes Europa die beste Zukunftsversicherung für Österreich ist. Denn der Wohlstand und der Erfolg Österreichs hängen sehr stark von der Europäischen Union ab.

Die Stärke Europas ist die Stärke seiner Regionen. Um dem wirklich Rechnung zu tragen, fordert Vizepräsident Othmar Karas, dass die Nationalstaaten mehr tun müssen. So soll bei jeder Ratssitzung künftig ein Bundesland-Vertreter verpflichtend eingebunden sein – die Bundesländer sollen selbst entscheiden, wer für welche Ratszusammenarbeit die regionale Verantwortung übernimmt. Weiters fordert Karas, dass die Prüfung, ob die EU die richtige Regelungsebene ist – der so genannte Subsidiaritätsvorbehalt – federführend vom Bundesrat in Kooperation mit den Landtagen erfolgen soll. Einen besonderen Vorteil sieht er außerdem darin, dass die grenzüberschreitende Kooperation der Regionen es den Regionen erlaubt, in Sachfragen Verbündete in anderen Regionen zu suchen.

„Für diese substanzielle Stärkung der Regionen in der EU braucht es keinen Konvent. Die Staaten können sofort damit beginnen.“ Othmar Karas