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27 Vorstandsdirektoren aus niederösterreichischen Sparkassen trafen im Zuge ihrer Bildungsreise nach Brüssel den Vizepräsidenten des Europäischen Parlaments, Othmar Karas. Den Gästen war es nicht nur ein Anliegen, die europäischen Institutionen zu besuchen und hinter die Kulissen zu blicken – noch spannender fanden die Besucher den Gedankenaustausch mit dem EVP-Chefverhandler der umfassendsten Bankenregulierung Europas. “Die Krise hat deutlich gemacht, dass unser exzellentes dezentrales Bankensystem mit Sparkassen und Genossenschaftsbanken besonders stabil ist. Dass dieses nicht ungerechtfertigt belastet wird, war eines meiner Hauptanliegen in den Verhandlungen”, stellte Karas klar. Das Basel III bzw. das CRD-Paket dürfe jedoch nicht nur als Bankenregulierung verstanden werden, sondern auch als Gesetz zur Finanzierung der Realwirtschaft. So ging es in den Frage- und Antwort-Runden mit dem Vizepräsidenten auch um die Probleme, die zahlreiche KMUs bei der Kreditvergabe erleben, sowie um die Bekämpfung von Arbeitslosigkeit in der Europäischen Union und ihren Mitgliedstaaten.

Natürlich kamen auch die bevorstehenden Europawahlen zur Sprache, bei denen es um eine wichtige Richtungsentscheidung für den Einfluss Österreichs in Europa und die Gestaltungskraft von Abgeordneten im Europäischen Parlament gehen wird. “Erfahrung, Kompetenz und Durchsetzungskraft machen uns stark, dafür braucht man Kompromissfähigkeit, Verhandlungsgeschick und ein starkes Team”, machte Karas klar. Dass dabei die fraktionsübergreifende Zusammenarbeit und das konstruktive Arbeitsklima über Parteigrenzen hinweg eine Selbstverständlichkeit darstelle, weil Sachthemen und Argumente in der politischen Arbeit im Vordergrund stehen, beeindruckte die Gäste aus Niederösterreich. Nach einem Rundgang durch das Haus besuchten die Vorstandsdirektoren die Europäische Kommission und die Ständige Vertretung Österreichs, um einen umfassenden Einblick in Arbeit und Wirken der Institutionen in Brüssel mit nach Hause nehmen zu können.